Abgeschickt von Winfried am 20 April, 2004 um 21:48:16
Antwort auf: Re: Russisches Objektiv 2,0/85 - wie stehts da um die Qualität? von peter müller am 20 April, 2004 um 19:02:26:
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: Hallo Winfried,
: danke für den informativen Beitrag. Man merkt gleich, das du tiefer in die Objektive hineinschaust. Nur der nachfolgende Text mit der schrägen Kupplungszunge bei den Sovietcameras, statt der runden Abtastrolle bei der Schraub- Leica ist, mir nicht klar. Welche Probleme treten denn dann bei den Sovietcameras auf ?
Wenn die Objektive keinen durchgehenden E-Messer-Kupplungsring haben, sondern nur eine 'Zunge', kann es passieren, daß sich dieselbe beim Einschrauben der Objektive an der Spitze des Tasthebels verhakt. Bei der Leica-Rolle (und auch dem runden 'Schuh' einiger Zorki-Modelle) kann das kaum vorkommen. Objektive mit 'Zunge' (meistens Teleobjektive) sollte man daher vor dem Einschrauben auf die kürzeste Entfernung einstellen (dann ist die 'Zunge' so weit wie möglich vorne, d.h. in Richtung Frontlinse, und steht weniger weit heraus als bei oo-Stellung).
Bei meiner FED1g sitzt die Spitze zudem so weit vom Rand der Kameraöffnung entfernt, daß ein Canon-Objektiv 1.2/50 nicht korrekt mit dem Entfernungsmesser kuppelt. Bei dem Objektiv ist allerdings auch die Hinterlinse extrem groß, und der Kupplungsring sehr schmal. An der Leica IIIa funktioniert die Kupplung einwandfrei, dort ist die Abtastrolle relativ breit und näher am Rand der Öffnung. (Beim Canon 0.95/50mm ist für die E-Messer-Kupplung ein Stück aus der Hinterlinse ausgefräst - sie füllt praktisch die ganze Bajonettöffnung aus und da war kein Platz mehr für einen Kupplungsring, nur noch für eine 'Zunge'). Die A.Schacht-Objektive und auch das Canon 1.8/50 (chrom) lassen sich einwandfrei verwenden.