Abgeschickt von RomanSonnleitner am 10 Februar, 2003 um 20:49:20
Antwort auf: chromogene SW-Filme Entwicklung wie Farbfilm? von Michael am 10 Februar, 2003 um 17:59:46:
Hallo!
'Gut' ist da wohl Geschmackssache. Da diese chromogenen SW-Filme kein Korn haben 8wie konventionelle SW-Filme), sondern Farbstoffwölkchen (wie C41-Farbnegativfilme), haben sie einen ganz anderen Charakter. Sie sind irgendwie nicht so scharf und knackig wie echte SW-Filme, dafür aber homogener, feiner, cremiger bei gro´ßen gleichförmigen Flächen. Sie bieten sich also für Portraits an, für alles andere sind wohl konventionelle SW-Filme besser.
Die chromogenen SW-Filme haben meist auch einen großen Belichtungsspielraum (von 100 bis 1600 ASA bei einem 400er), dafür kann man die konventionellen SW-Filme mit verschiedenen Entwicklern und Entwicklungszeiten besser auf das gewünschte Ergebnis hintrimmen.
Die chromogenen Filme lassen sich besser scannen, sind aber in einer konventionellen Dunkelkammer schwieriger zu verarbeiten.
Zwischen den Zeilen lese ich aus Deiner Frage, daß Du Deine Filme nicht selbst entwickelst und vergrößerst - da sind die chromogenen wahrscheinlich tatsächlich die bessere und günstigere Wahl. Für optimale Ergebnisse solltest Du diese Verarbeitungsschritte aber lieber selber übernehmen (und mit konventionellen SW-Filmen arbeiten) - Dunkelkammerausrüstung bekommt man aufgrund des grassierenden Digitalwahns ja bei Ebay quasi hinterhergeschmissen...
Grüße,
Roman