Abgeschickt von Roman Sonnleitner am 11 Februar, 2003 um 12:50:50
Antwort auf: Re: chromogene SW-Filme Entwicklung wie Farbfilm? von Winfried am 11 Februar, 2003 um 08:26:36:
Hallo!
Ich kann mich im goßen und ganzen Winfried anschließen.
SW-Abzüge vom Großlabor sind teuer und schlecht - selbst als Anfänger solltest Du binnen kürzester Zeit selbst bessere Ergebnisse erzielen. Der Einstieg ist ziemlich leicht, man lernt relativ rasch durch Versuch und Irrtum. Übrigens gibt es unter www.phototec.de ein sehr hilfreiches Forum zum Thema, und unter www.sw-magazin.de findest Du auch Interessantes.
Zum Einstieg brauchst Du einen Vergrößerer mit Objektiv (ich benutze einen Meopta Opemus - billig und robust), dabei solltest Du überlegen, ob Du bei KB bleiben willst, oder später mal im Mittelformat fotografieren willst - dann den Vergrößerer gleich passend kaufen; einige Laborschalen in der größten Papiergröße, die Du abziehen willst (1x Entwickler, 1x Stoppbad, 2x Fixierbad, 1x Wasser); eine Dunkelkammerlampe (auf Dauer kommt eine günstige DuKa-Lampe billiger als die relativ teuren roten Glühbirnen); einen Belichtungsrahmen fürs Papier; und einer Belichtungsschaltuhr; (DuKa-Belichtungsmesser benutze ich selbst nicht, manche schwören aber drauf...); außerdem einen komplett abdunkelbaren Raum (bei mir: unterm Hochbett - viele Leute benutzen aber auch Bad oder WC). Zur Negativentwicklung brauchst Du zusätzlich eine Entwicklungsdose samt Spirale (ich mag die von A&P), einen Filmrückholer, und sehr praktisch ist auch noch ein Wechselsack (schwarzer Sack mit Armlöchern, in dem DU auch bei Tageslicht Deine Filme einspulen kannst.
Dann noch Chemie: Negativentwickler (mein Favorit: Agfa Rodinal - aber sehr körnig im KB-Format; ebenfalls unkompliziert: Ilford ID11 (Pulver) oder Ilfosol (Flüssigkonzentrat), Stoppbad (oder ersatzweise 80%-Essigsäure aus der Drogerie), Schnellfixierbad (Ilford Hypam, Agfa Agefix, etc.- Du kannst das gleiche Konzentrat für Papier und Filme verwenden - aber bitte getrennt ansetzen); fürs Papier einen Entwickler (für den Anfang tut's der günstigste). Und dann natürlich Fotopapier - am Anfang am besten PE-Gradationswandelpapier (Kodak Polymax, Agfa Multicontrast, Ilford Multigrade; mein Favorit: Classic Arts/Forte Polywarmtone RC - SEHR gut und trotzdem billig).
Bei den Filmen empfehle ich Dir für den Anfang NICHT die zickigeren, aber feinkörnigeren Flachkristallfilme (Ilford Delta, Kodak TMax), sondern solche mit klassischer Kornstruktur: Agfa APX100, Ilford FP4+, HP5+, Kodak PlusX oder TriX, Maco UP100+ und UP400+, und mein Geheimtip: Fuji Neopan 400 (der feinkörnigste klassische 400er für KB).
Die Sachen bekommst Du bei Ebay, vieles sehr günstig bei www.fotoimpex.de, und evtl. bei www.phototec.de.
Also dann kann's losgehen... ;-)
Roman