Abgeschickt von Karl Heinz Münter am 05 Februar, 2005 um 18:32:42
Antwort auf: Filme für Platinen von Henrik am 03 Februar, 2005 um 17:35:38:
: Hallo alle zusammen.
: Ich selbst weiss leider nicht sehr viel über Filme und Fotografieren, deshalb hoffe ich, dass man mir hier weiterhelfen kann.
: Und zwar geht es um folgendes:
: Ich brauche Filme um Platinen belichten zu können.
: Normalerweise reicht dafür ein Laserdruckerausdruck (nicht wirklich lichtdicht). Nun gibt es aber spezielle
: Laminate, die absolut lichtdichte Vorlagen benötigen.
: Dazu habe ich einmal von folgendem Verfahren gehört:
: Man druckt das Layout im Originalgröße aus,
: legt es auf einen Planfilm (Kopierfilm?) und belichtet es kurz mit UV-Licht. Anschließend kommt der Film in einen Entwickler/Aktivator, wird dann getrocknet und ist verwendbar. Ob der Film positv oder negativ ist, spielt hier eine untergeordnete Rolle (aber positiv wäre schön!). Da der Film wohl nur auf UV reagiert, soll er angeblich bei gedämpften Raumlicht zu verarbeiten sein.
: Ein Film dieser Art war wohl mal der Agfa Copyproof, den es aber nicht mehr gibt.
: Meine Fragen sind nun, wie man diese Filme richtig nennt und wo man sie bekommt?
: Ist das Verfahren so richtig, oder habe ich da etwas falsch verstanden?
: Wie wird er entwickelt?
: Bei Platinen verwenden wir NaOH-Lösungen. Wäre schön, wenn der Film damit auch entwickelt werden könnte.
: Die Fotoschichten von Platinen enthalten keinerlei Metalle oder sonstige giftige Substanzen, sodass der gebrauchte Entwickler sogar inden Ausgu?gegeben werden darf. Ist das hier auch so?
: Eine lange Suche im internet brachte leider nur Informationen die einander widersprechen. Könnte mir bitte jemand Licht in dieses Dunkel bringen?
: Gru?Henrik
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Hallo,
schon seit Jahrzehnten verfahre ich bei der Belichtung von photolackbeschichteten Oberflächen so, daß als Vorlagenfilm ein steil arbeitender Strichfilm (Lithfilm) von Agfa oder Ilford oder Foma oder... zum Einsatz kommt.
Alle diese Filme sind gut bei Rotlicht zu verarbeiten.
Als Entwickler dient bei mir der Einfachheit halber ganz normaler Papierentwickler, früher habe ich auch selbst Lith-Entwickler nach Rezept angesetzt. Diese enthielten tatsächlich auch NaOH sowie andere Photo-Chemikalien.
Die Belichtungszeit der Vorlage muß individuell ermittelt werden. Als wirklich groben Richtwert kann man mit einem Belichtungsmesser bei einer Emfindlichkeit zwischen 2-6¢X DIN anfangen einzutesten.
Natürlich erfordert das ganze eine Repro-Kamera mit dem nötigen Zubehör sowie einen Vergrößerer zum Belichten der endgültigen Filmvorlage.
Wenn man mit den Laserdrucker eine Vorlage im Maßstab 1:1 ausdruckt, kann man mit den oben genannten Strichfilmen einen direkten Abzug im Kontakt herstellen.
Bei genauer Belichtung und Entwicklung in Papierentwickler erhält man eine für UV-Licht lichtdichte Vorlage.
Wichtig beim Kopieren per Kontakt ist eine schwere und saubere Glasplatte obendrauf und darauf zu achten, daß später die eigentliche Filmvorlage mit der Schichtseite zum Photolack hin aufgelegt wird.
Sonst gibt es Unterstrahlungen und beim Ätzen Ausfranzungen.
Sollten noch weitere Fragen anstehen einfach melden.
Mit freundlichem Gruß
Karl Heinz Münter