Abgeschickt von peter müller am 03 Mai, 2004 um 21:10:28
Antwort auf: Re: Helios 44-2-2/58mm von Winfried am 02 Mai, 2004 um 15:46:58:
: : Für das Helios war ein zusätzliches Linsenglied als Retrofokuskonstruktion notwendig, um den Abstand für den eingebauten Spiegel einer SLR zu gewinnen.
: Das möchte ich aber sehr bezweifeln. Sooo einfach läßt sich eine normale Objektivkonstruktion nicht in einen Retrofokus-Typ umwandeln. Eine Retrofokokus-Konstruktion zeichnet sich dadurch aus, daß (meist) das Vorderglied zerstreuend und das Hinterglied sammelnd ist (umgekehrt wie bei der Tele-Konstruktion).
Ach ja !
Sieh dir z.B. mal genau das Nikon 2,0/ 50mm SLR Objektiv an, und vielleicht fällt dir dabei etwas auf.
: Auffallend ist allenfalls die für ein Normalobjektiv relativ lange Brennweite von 58mm, die man auch an einigen lichtstarken frühen jap. SLR-Objektiven findet und die wohl gewählt wurde, um bei der für die Lichtstärke hohen Linsenzahl (vor allem im Hinterglied) noch genügend Abstand zum Film (Schnittweite) zu bekommen.
Winfried, hier ist das richtige aufgefallen= 100% Übereinstimmung, und ganz besonders zu dem hier im Forum erwähnten Biotar 2,0/58mm für die Contax S SLR um tatsächliche auf die notwendige Schnittweite zu kommen. Allerdings deuten die im Beitrag erwähnten Fräs-und Feilarbeiten in fleißiger Heimarbeit, darauf hin, daß zumindest mechanische Änderungen später werksseitig vorgenommen worden sind, bzw. M 42 nicht mehr unbedingt M 42 war, wenn man vom Gewinde allein mal absieht.
Im übrigen hält sich nichts so zäh wie Legenden.
Diese Angenieux Story, die du manchmal erzählst mag stimmen. Aber das Zeiss Flektogon 35mm für die SLR ist schon 1950 herausgekommen. Jedenfalls wenn man Kuc' trauen darf: Contax Geschichte II. Ich erkenne, daß er sehr genau und fehlerfrei recherchiert hat. Während selbst in dem von mir sehr hochgelobten: "Naumann: Das Auge meiner Kamera" zu meinem Entsetzen der Autors Naumann einen vermeidbaren Fehler begangen hat. Aber niemand ist absolut perfekt.
Viele Grüße
peter müller