Re: Biometar 2,8/80 an KB-Kamera - unterschiedliche Belichtungszeiten


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Abgeschickt von Winfried am 08 Oktober, 2003 um 10:10:34

Antwort auf: Re: Biometar 2,8/80 an KB-Kamera - unterschiedliche Belichtungszeiten von peter müller am 07 Oktober, 2003 um 21:52:38:

: Nun ist aber bei Blende 11 und Grossformat der Blendendurchmesser quasi ein riesiges Loch, und bei 16mm winzig klein.

...aber NICHT bezogen auf die GLEICHE Brennweite! Eine Normalbrennweite für 16mm ist natürlich wesentlich kürzer als ein Normalobjektiv für GF. Und bei der Definition k = f/d (k ist das 'optische' Formelzeichen für die rel. Öffnung) muß d natürlich wesentlich kleiner werden, wenn k konstant bleibt und f wesentlich kleiner wird.

: Bei der Adaption von Format zu Format verschieben sich aber die von Dir festgestellten Konstanten zum Teil erheblich, weil durch die Grösse der Blende eine quatratische Abnahme der Lichtmenge bei grösserer Entfernung zur Negativebene stattfindet.

Die Entfernung zur Negativebene ändert sich nicht, wenn ein 80mm-MF-Objektiv an einer KB-Kamera verwendet wird. Daß sich die 'effektive Blende' ändert, wenn der Auszug stark verändert wird, ist bekannt - daher die Belichtungskorrekturen bei Verwendung von Balgen oder Zwischenringen. DAs ist hier aber nicht der Fall, ein 80mm-Objektiv hat bei gleicher Entfernungseintstellung bei MF und KB die gleiche Entfernung von der Filmebene. (Einige wenige CZJ-Objektive korrigieren die Blendenöffnung auch bei Entfernungseinstellung im 'normalen' Bereich.)

> Analog nimmt die Helligkeit im Quadrat des Durchmessers anderers herum zu.

Es geht hier aber nicht um den ABSOLUTEN Blendendurchmesser. Dann müßte ja auch eine Kamera andere (Zeit-)Werte anzeigen, je nachdem ob ein 35mm-Objektiv mit Bl. 2.8 montiert wird oder ein 200mm-Objektiv, bei dem die (absolute) Blendenöffnung wesentlich größer ist.

Im übrigen wird ja gerade bei einer TTL-Messung die TATSÄCHLICHE Lichtmenge gemessen, die auf die Filmebene auftrifft. Insbesondere bei Arbeitsblenden-Messung (die für KB adaptierten MF-Objektive haben AFAIK keinen Blendensimulator) sollte es der Kamera daher egal sein, ob die eingestellten Blendenwerte richtig sind oder nicht.

: Allerdings würde die rlative Öffnung nicht als Fokusbruchzahl, also als Konstante erscheinen, sondern ausgedrückt in Millimetern, wie bei meinem Voigtländer Collienear Satzobjektiv; so wäre die Sache wohl sinnlicher und auch mehr nachvollziehbar.

Bei einem Satzobjektiv macht es auch Sinn, da dort ja die Brennweite verändert werden kann. Die meisten Zoomobjektive haben ja auch keine völlig konstante Blendeneinstellung, was sich schon aus der Angabe z.B. 4.5-5.6/80-200mm ergibt. Da diese aber praktisch nur mit Kameras mit TTL-Messung benutzt werden, wird diese Änderung beim Messen berücksichtigt.


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