Re: Biometar 2,8/80 an KB-Kamera - unterschiedliche Belichtungszeiten


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.baierfoto.de ]

Abgeschickt von peter müller am 07 Oktober, 2003 um 21:52:38

Antwort auf: Re: Biometar 2,8/80 an KB-Kamera - unterschiedliche Belichtungszeiten von Winfried am 05 Oktober, 2003 um 21:39:21:

: Hallo,

: : Der Brennkreis des Mittelformat-Objektivs ist aber ein anderer als bei KB, d. h. die jeweiligen Blendenöffnungen sind nur auf das jeweilige Format bezogen,
: : weil der Öffnungsdurchmesser auch entsprechend anders ist.

: Das stimmt leider nicht! Die Lichtmenge, die ein Objektiv durchläßt, ist unabhängig davon, wieviel von seinem (möglichen) Bildkreis vom Filmformat der Kamera erfaßt wird. Der Bildkreis wird schließlich nur dadurch definiert, daß noch eine hinreichend scharfe Abbildung erreicht wird. Er kann auch bei KB-Objektiven wesentlich größer sein als das Filmformat, insbesondere bei stärkerer Abblendung. Der (relative) Öffnungsdurchmesser des Objektivs bleibt immer gleich. Der einzige Zusammenhang mit dem Bildkreis ist, daß bei stärkerer Abblendung i.d.R. auch ein größerer Bildkreis hinreichend scharf ausgefüllt werden kann.

: Umgekehrt heißt das, daß die Festlegung des Bildkreises eines Objektivs (d.h. die Frage, ob es ein 6x6-Format oder nur KB-Format scharf abbildet), keinen Einfluß hat auf die (relative) Lichtstärke, deren Definition unabhängig vom Bildkreis ist.

: Bei Einstellung auf Bl. 8 sollte daher immer die gleiche Zeit vom Kamerabelichtungsmesser gebildet werden - unabhängig davon, ob ein MF-Objektiv vor der Kamera hängt oder ein für KB gedachtes. Übrigens gibt es das Biometar 2.8/80 auch als KB-Porträtobjektiv, wie kürzlich in dem Thread über Revue- und andere Porträtobjektive beschrieben wurde. Ich glaube nicht, daß das Biometar 2.8/80 für KB einen anderen Aufbau hat als das Objektiv mit den gleichen Daten für MF.
Hallo Winfried,
Du hast fast alles richtig dargestellt, und ich würde sogar noch eins drauflegen: das Linsen mit dem gleichen Öffnungsverhältnis sind gleich lichtstark, mögen ihre Brennweiten welche immer sein.
Spätestens bei dem Hinweis von Frauenburg, dass er mit dem Weitwinkel keine Belichtungsprobleme hat hättest Du aber hellhörig werden müssen.
Denn ich würde mich ja freuen, wenn nach Deiner Aussage meine Minolta oder M39 Objektive für die 16mm Filmkamera analog zum Kleinbild ich mit de gleichen Blende arbeiten könnte.
Der relative öffnungsdurchmesser bleibt immer konstant, so dass ich mit einer Grossbild-KB-od 16mm Kamera immer bei Blende 11 eine richtige Belichtung erhalte. Nun ist aber bei Blende 11 und Grossformat der Blendendurchmesser quasi ein riesiges Loch, und bei 16mm winzig klein.
Bei der Adaption von Format zu Format verschieben sich aber die von Dir festgestellten Konstanten zum Teil erheblich, weil durch die Grösse der Blende eine quatratische Abnahme der Lichtmenge bei grösserer Entfernung zur Negativebene stattfindet. Analog nimmt die Helligkeit im Quadrat des Durchmessers anderers herum zu.
Da wieerum der Blendendurchmessr abhängig ist von der Brennweite hat Frauenburg, sicherlich zufällig,gerade mit dem 6x6 Weitwinkelobjektiv kürzerer Brennweite die richtige Belichtung erzielt.Ich bin als Prüfer immer wieder verwundert, wie die relative Öffnung als absolute Zahl gesetzut wird, was in einer bbestimmten Relation auch richtig ist; aber wehe es geht dann in die praktische Umsetzung= Oh Jerum!
Allerdings würde die rlative Öffnung nicht als Fokusbruchzahl, also als Konstante erscheinen, sondern ausgedrückt in Millimetern, wie bei meinem Voigtländer Collienear Satzobjektiv; so wäre die Sache wohl sinnlicher und auch mehr nachvollziehbar.


Viele Grüsse
peter müller


Antworten:



Ihre Antwort

Name:
E-Mail:

Subject:

Text:

Optionale URL:
Link Titel:
Optionale Bild-URL:


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.baierfoto.de ]