Re: Nochmal: Verschlußfeder Seagull


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Abgeschickt von Winfried am 02 September, 2003 um 08:48:07

Antwort auf: Re: Nochmal: Verschlußfeder Seagull von Peter Müller am 01 September, 2003 um 21:30:37:

: Aber eben leider nur bei einigen, denn meine Ringcompurverschlüsse bis zur 1/500 Sek. sind mit Selbstauslöser einstellbar.Das schlimmste Beispiel ist der Synchro-Compurverschluss mit Lichtwertskala zur AGFA Isolette III(letzte Ausführung)bei der ein kleiner Hebel fast unmerklich verstellbar ist für den Selbstauslöser, X-und M-Kontakt auch noch gleichzeitig zuständig, wie bei Weiland "Prontor".

Leider habe ich nur eine Kamera mit Synchro-Compur-Verschluß (Retina IIc). Ich weiß nicht, ob ich da den Selbstauslöser mal bei 1/500 losgelassen hab. Jedenfalls sind die neueren Synchro-Compur-Verschlüsse trotz des sehr ähnlichen Aussehens völlig anders konstruiert als die alten Ring-Compur. Sie brauchen keine Verstärkungsfeder mehr für die schnellste Zeit. Diese ist auch der Grund für die Sperre beim Ring-Compur, bei dem zum Aktivieren des Selbstauslösers der Aufzugshebel über die normale Position herausgedrückt werden muß. In dieser Position könnte die Verstärkungsfeder nicht mehr in den internen Aufzugsring eingreifen.

Der Hebel bei den Synchro-Compurs sieht dem beim ProntorSVS zwar sehr ähnlich, funktioniert aber ganz anders (der SVS hat einen sehr trickreichen Selbstauslöser- und M-Sync-Mechanismus, der bei Versagen aber leider zum Hängen des ganzen Verschlusses führt). Beim Synchro-Compur wird durch Drücken in Stellung V tatsächlich das Hemmwerk aufgezogen (der Hebel läuft dann auch zurück), während beim ProntorSVS nur eine zusätzliche Hemmung zugeschaltet wird (da läuft das Hemmwerk immer mit und sorgt normalerweise für den minimalen Vorlauf der M-Synchronisation).

: Andererseits ist es sehr erstaunlich, dass ein bekannter Insektenphotograph die Feder seines Agfa
: Compurverschlusses mit dem APOTAR nochmals extra bis zur Belastungsgrenze nachgespannt hat, weil es ihm auf "Echtzeit"ankam für diese Motive, ohne das bisher der Verschluss kaputt gegangen ist.

Würde mich interessieren, wie er die Belastungsgrenze ermittelt hat, das ist eigentlich nur möglich, wenn man die Daten der Verschlußspannfeder kennt.

Die Belastungen des Antriebsrings und der Lamellenführung sind bei allen schnellen Zentralverschlüssen enorm, so daß es einen wundern kann, daß da nicht öfter was abbricht.


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