Abgeschickt von Winfried am 15 Juli, 2003 um 10:58:24
Antwort auf: UV-durchlässige MF-Optik (Cyanotyp-Vergrößerer-Bau) von Bener am 14 Juli, 2003 um 00:53:06:
: Habe mir schon überlegt, sämtliche Linsen eines alten Objektives auszutauschen gegen exacte Kopien der alten Linsen, nur unvergütet und aus Quarzglas oder anderm Glas, das UV durchläßt.
Zufällich schon mal was davon gehört, daß die Eigenschaften einer Linse u.a. vom Brechungsindex des verwendeten Materials abhängen??? Irgendwas würde das auf Quarz umgerüstete Objektiv wohl schon projizieren, aber bei der Abbildungsqualität, die dann rauskommt, dürfte sich das Vergrößern kaum lohnen.
Mit Vergütung oder nicht hat die UV-Durchlässigkeit kaum zu tun. Es ist richtig, daß (Einschicht-)Vergütungen hauptsächlich an den Rändern des Spektrums (blau und rot, daher der violette 'Schimmer') nur noch wenig wirksam sind und im UV-Bereich kaum noch, d.h. im UV-Bereich wird weniger Licht durchgelassen als im mittleren Bereich des sichtbaren Spektrums, da mehr reflektiert wird. Das macht jedoch nur wenige Prozent aus, je nach Brechungsindex des Glases und der Wellenlänge reflektiert eine unbeschichtete Glas-Luft-Fläche ca. 3 bis 10% des Lichtes.
Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber zum Bau opt. Geräte sind einige Vorkenntnisse mehr erforderlich als Du sie offensichtlich hast.
Empfehlenswerte Einführung: 'Technische Optik' von G. Schröder (bei dem ich 3 Semester Optik gelernt hab).