Re: ZENIT-E - Blende "falschrum" ?


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Abgeschickt von Wolfgang Hager am 21 Juli, 2002 um 13:43:11

Antwort auf: ZENIT-E - Blende "falschrum" ? von Karin am 20 Juli, 2002 um 20:49:30:

Hallo!

Vor mir liegt eine alte Zenit mit dem Helios-Objektiv 1:2/58.Ich blicke von hinten in Aufnahmerichtung oben über die Kamera hinweg auf das Objektiv.
Dann sehe ich ganz vorne - außen auf der Filterfassung! - oben einen roten Punkt. Gleich danach kommt ein Ring mit der Skala (von links nach rechts) 16 - 11 -usw- 2,8 - 2. Dieser Ring ist drehbar (!), wenn auch mit einigem Kraftaufwand. Die Blendenzahl, die bei dem roten Punkt steht, entspricht der derzeit vorgewählten Blende (z.B. 8).
Nun gibt es noch einen (viel leichter!) drehbaren Ring gleich danach und näher bei mir. Auch dieser Ring hat einen roten Punkt, der sich zwischen 2 und der vorgewählten Blende hin- und herdrehen lässt. Hierbei ist tatsächlich die Lamellenöffnung in der Blende am kleinsten, wenn der Rotpunkt bei der 2(!) steht! Liegt der Rotpunkt bei der vorgewählten Blendenzahl (also bei uns jetzt 8), so sind die Blendenlamellen völlig geöffnet. Dieser Ring dient nämlich nur dazu, zum Scharfstellen die Blende zu öffnen (drehen nach links in Blickrichtung)- zur leichteren Scharfstellung und besseren Bildbetrachtung -, und auf den mit dem vorderen Ring vorgewählten Wert wieder zu schließen (durch drehen nach rechts in Blickrichtung). Dieser leicht und ohne Rastungen drehbare Ring hat mit der davorliegenden Blendenskala nichts zu tun! Der vordere Ring mit der Skala hat bei allen mir bekannten "Heliossen" ziemlich fest rastende Stellungen für die einzelnen Blendenwerte und lässt sich meist recht unwillig verdrehen. Zwischenwerte der Blendenskala sind aber selbstverständlich auch möglich; die Rasten dienen nur der Orientierung, wenn man die Kamera beim Einstellen nicht vom Auge nehmen möchte und "nach Gefühl" die Blende verstellt.

Hoffentlich bringt dies ein bisschen Licht in die (gar nicht so) mysteriöse Geschichte mit russischen Blendenskalen!

Viel Glück beim Ausprobieren!

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Hager


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