Abgeschickt von Franz S. Borgerding am 02 Juni, 2006 um 02:09:02
Antwort auf: 'bessere' Rolleicord von Mathias am 01 Juni, 2006 um 22:27:19:
Hallo Mathias,
ich habe eine olle Vorkriegscord mit 3.5er-Triotar (nach S/Nr. Baujahr 1937/38), eine vergütete 3.5er-Xenar-Cord von 1953 und eine Flex aus 1938 mit unvergütetem 3.5er-Tessar.
Folglich maße ich mir einen Vergleich an. Das Triotar ist offen weich, aber nicht unscharf. Irgendwie die klassische Portraitscherbe. So ab Blende 8 ist es knackscharf.
Zwischen dem Tessar und dem Xenar sehe ich -bis auf die leicht höhere Gegenlichtempfindlichkeit beim Tessar- keinen Unterschied. Beide Scherben lassen moderne KB-Rechnungen alt aussehen.
Das mag zum Teil am größeren Negativ liegen, zum anderen Teil auch an der geringeren Anfangsöffnung, zum dritten Teil daran, daß mit einer TLR sauberer fokussiert wird. Man nimmt sich ja Zeit für die Aufnahme.
Von daher: Halte mal nach einer Cord-III mit Xenar Ausschau. Die hat den großen Vorteil guter optischer Qualität und (noch?) geringen Preises. Sollte so knapp unter 80,- Ersatzmark zu bekommen sein. Bei eBay ist ja jeder zweite nur noch wild auf die Teedose 124G oder die Cord-Vb.
Eine Vorkriegsrollei wird bei mir aber nie wieder auf einem Stativ landen: Bei meiner Triotar-Cord habe ich damit die Rückwand ganz herrlich verbogen. *Äußerst* uncool, gottseidank war das nicht bei der ollen Automat, das hätte ich nämlich nie wieder selbst geradebiegen und damit nie wieder einen Film belichten können.
Also: als "bessere" Cord eine III mit Xenar. Und für das Stativ dann doch irgendeinen neumodischen Kram so ab Cord IV wo das Rolleifix drunterpaßt.
Gegenlichtblende setze ich mal voraus...
Beste Grüße,
Franz