Abgeschickt von peter müller am 07 Maerz, 2005 um 20:05:05
Antwort auf: Vergleich: Elmarit M-2,8/20 und MIR 3,5/21 von Frauenburg am 12 Februar, 2005 um 19:50:17:
: Hallo,
: welches sind die markanten Unterschiede in der Bildqualität dieser Objektive?
: Verzeichnung?
: Vignettierung?
: Krasse Helligkeitsunterschiede?
: Freundliche Grüße
: Frauenburg
Hallo,
ich muß vorab erwähnen, das Objektive für Sucherkameras, wie Leica M Objektive und für
Spiegelreflexkameras, wie das MIR, grundsätzlich nicht vergleichbar sind. Das hängt damit zusammen, das Objektive für Spiegelreflexkameras, vom Ultraweitwinkel bis zur lichtstarken ca. 50mm Brennweite, eine Retrolinse aufgrund des Spiegels benötigen, damit die Linse nicht zu weit in die Kamera hineinragt.
Weitwinkelobjektive für eine Sucherkamera sind deshalb einfacher und besser korrigierbar.
Allerdings hat das Elmarit 2,8/20mm ebenfalls eine Retrolinse um Abstand für den Belichtungsmesser der Leica M 6, 7,und MP zu erhalten.
Trotzdem erhält dieses Objektiv, in bezug auf Bildqualität,Verzeichnung, und Vignettierung, jedesmal Traumbenotungen.Allerdings schlägt sich diese Leistung auch sehr deutlich im Verkaufspreis nieder.
Davon abgesehen ist auch dieses Objektiv nicht frei von Verzeichnungen und der objektiveigenen Vignettierung, die bei diesen Ultraweitwinkelobjektiven, von der Bildmitte bis zum Rand,ca. 2 1/2 Blenden und mehr betragen können, und auch durch Abblenden nicht beseitigt werden kann.
Krasse Helligkeitsunterschiede dürfen aber nicht auftreten, aber eine wellenförmige-oder tonnenförmige Verlaufsform,je nach dem wie der Konstrukteur das Objektiv konzipiert hat.
Das gilt auch grundsätzlich für das MIR 3,5/21mm
Ultraweitwinkel. Das in der Qualität nicht in der Leitz-Liga mitspielt.Allerdings ist es auch kein schlechtes Objektiv, weil preiswert ist, denn ganz im Gegenteil ist es in das gute Mittelfeld der Ultraweitwinkel für SLR-Kameras einzuordnen, wie z.B. das Zeiss Flektogon 2,8/20mm etc.
Die geringere Anfangsöffnung von 3,5 ist hier eher günstig, weil der Öffnungsfehler wiederum durch Abblenden korrigiert werden kann.
Nur ganz wenige Ultraweitwinkelobjektive, wie das Zeiss Hologon, sind frei von Verzeichnungen etc.,oder weitgehenst, wie das Leitz 2,8/19mm für die Leicaflex, so daß man sich bei diesen Objektiven auf deren spezifischen Eigenheiten, wie auch den großen Bildwinkel, einstellen sollte.
Viele Grüße
peter müller