Abgeschickt von kaschi am 04 Mai, 2004 um 18:35:31
Antwort auf: Re: Biotar 2/58 passt definitiv nicht von peter müller am 04 Mai, 2004 um 01:33:35:
: : : Die optische Rechnung des bis 1956 produzierten Biotars soll nach Auskunft eines Jenaer Technikers 1944/45 zwischen Bombenangriffen und Besetzung "so hingefuddelt worden sein".
: : : Hallo,
: : : eine glatte Geschichtsfälschung, die zudem noch auf "hören sagen" beruht. Die SLR Objektive wurden erst nach 1945 von Carl Zeiss Jena errechnet.
: : Nein, es wurde bereits 1936 errechnet und auch in großer Stückzahl produziert (über 4000 Stück). Diese hatten in der Regel Exaktaanschluss aber auch M40-Gewinde. Kleinbild SLR gab es ja schon eine Weile länger :-)
: : Es gab zwar eine Neurechnung von 1949 - aber taucht die nicht auf den Fertigungskarten bei später produzierten Objektiven auf. Sondern immer nur die Originalrechnung von 1936.
: Hallo,
: eine Geschichtsfälschung wird nicht dadurch wahrhaftiger indem sie wiederholt wird.
Habe ich was verpasst. Welche Geschichtsfälschung? Ich habe dich nur auf einen Fehler hingewiesen.
: Bisher gab es nur einen Photohistoriker-Streit darüber ob die russisch Sport oder die Exakta, die erste KB-SLR der Welt war. Der Streit ist zugunsten der Exakta ausgefallen. Die, im Frühjahr 1936 auf der Leipziger Frühjahrsmesse, als serienreifer Prototyp vorgestellt wurde. Das Exakta Objektive keine echten Spiegelreflexkamera Objektive waren, das ist bisher unstrittig.
Wer sagt das, Quelle?
Sorry, was sind für dich Spiegelreflexobjektive? Es gab auch Objektive von Meyer, Schneider für Kleinbild in dieser Zeit. An Sucherkameras traten die in diesen Brennweitenbereichen aber nicht auf.
:Auch ist mir rätselhaft wie du auf die Zahl von über 4000 Objektiven im Jahr 1936 kommst,
Habe ich nicht gesagt. Ich gebe aber zu, ich habe mich etwas unkorrekt ausgedrückt. Es wurden 4000 Biotare für Exakta bzw. teilweise auch für M40 in den Jahren 1936 bis 1941 in Jena hergestellt. Also weit vor deinen angegebenen Berechnungsdatum. 1936 waren es nur 300. Nachzulessen bei Thiele, H. Fabrikationsunterlagen Photooptik, Carl Zeiss Jena, Privatdruck München 2. Auflage S. 174.
: wenn die KB-Exakta erst nennenswert im IV.Quartal 1936 produziert wurde. Auch die von dir wahrscheinlich genannte Praktiflex von 1941 dient leider nicht einer verifizierbaren These. Diese Kamera ist kaum über das Versuchstadium hinausgekommen,…
Naja, die Kameras aus dem „Versuchstadium“ gab es seit 1939 und brachten es bis 1941 doch wohl auf kaum 6000 Exemplare. Da wird schon Carl Zeiss Jena ein oder andere Objektiv geliefert haben darunter auch die „nichtexistierenden“ Biotare 2/5,8 :-). Kannst du übrigens in deinen Quellen nachlesen.
: … und Spiegelreflex-Objektive im eigentlichen Sinne hatte sie auch nicht.
Wie kommst du denn immer nur auf deine „Spiegelreflex-Objektive“. Das Biotar 2/5,8 bzw. 2/58 ist mir für Sucherkameras noch nie untergekommen. Also was ist es denn deiner Meinung nach?
:Es ist wahr, daß Zeiss Ikon, während des Kriegs, an einer Spiegelreflexkamera "herumpröbelte". Allerdings auch wieder mit Sucherkamera -Objektiven.
Ja, seit 1938 - die „Syntax“. Die Contaflex von 1935 ist zwar ganz nett, aber zur Kine-Exakta und zur Praktiflex war sie dann keine wirkliche Alternative. Allerdings ist wohl bis zum Kriegsende nur ein Funktionsmuster fertig gestellt wurden.
Die Nachkriegs - Contax S hat aber nichts mit der „Syntax“ gemeinsam.
:Die eigentlichen Spiegelreflexrechnungen erfolgten erst mit der Konzeptentwicklung der Contax S SLR.
Das glaubst du doch selber nicht. Spiegelreflexkameras in anderen Bildformaten gibt es seit über 100 Jahren. Dazu gab es immer passende Objektivkonstruktionen der großen Objektivhersteller. Egal, ob es 4,5x6, 6x6 oder sonstige Formate waren. Wieso sollte das plötzlich beim Auftreten der KB-SLR anders sein? Was zeichnet den ein Spiegelreflexobjektiv deiner Meinung nach aus und was unterscheidet es dann von anderen Objektiven? Klar haben die einen größeres Auflagenmaß, als beispielsweise eine Wechselobjektiv für eine Sucherkamera. Dafür gab es ja vor dem Aufkommen der Retrofokuskonstruktionen keine vernünftigen Weitwinkel. Aber alles andere ist wohl an den Haaren herbeigezogen. Jedenfalls steht habe ich das nicht in deiner angegebenen Literatur gefunden (Wo und welche Seite).
: Hilfreiches Quellenstudium:
: Vgl. "Hummel Exakta Geschichte"
Ich denke mal, du meinst hier „Spiegelreflexkameras aus Dresden“ von Hummel. Sollte es "Hummel Exakta Geschichte" geben, kannst du bitte mal die ISBN-Nummer angeben.
: Vgl. "Kuc' Contax Gechichte II"
Viele Grüße
Thomas