Abgeschickt von Peter Müller am 04 Juli, 2003 um 22:43:50:
Antwort auf: Re: es hat sich etwas ergeben! von Winfried am 04 Juli, 2003 um 19:35:14:
: : der hersteller nennt sich zeh, das kameramodell zeca flex junior. im internet habe ich sogar einen link gefunden der ein fast identisches modell zeigt (oder die focussierhilfe wurde nachträglich geändert).
: Das Z war auch für mich ein vager Hinweis auf Paul Zeh, ich hab aber in Bezug auf Plattenkameras von dem nix gefunden und wollte keine falschen Fährten legen. Freut mich aber, daß es Dir gelungen ist, die Kamera zu datieren.
: Von Paul Zeh gab es auch eine abenteuerliche Konstruktion, eine zusammenklappbare zweiäugige Spiegelreflexkamera, die in ähnlicher Form auch von zwei anderen Herstellern rausgebracht wurden.
: Der Brillantsucher (so heißt das dreieckige Glasding) sieht auf Deinem Foto auch etwas schräg drangebastelt aus und wirkt auch unproportioniert. Wahrscheinlich ist das Originalteil irgendwann mal abgebrochen. Die Dinger sind aber - egal ob original oder nicht - eh mehr als Schätzeisen zur Ausschnittbestimmung gedacht.
Na also! Wer sagts denn, dass der Frosch keine Haare hat. Die Firma Zeca mit dem Sitz in Dresden ist eigentlich nur durch die von Winfried benannte Zecaflex ins Rampenlicht getreten; obwohl sie z.B. die "Goldie" u.a. Kameras produziert hat. Die Zecaflex ist eine recht eigenwillige und seltene Pseudo-Reflexkamera für 6x6. Alle hießen Zeca, wobei diese Bennung wahrscheinlich erst nach dem ersten Weltkrieg zugelegt wurde, wie Deine Kamera belegt.
Auf jeden Fall hast Du damit eine Markenkamera aus dem damaligen zentralen Produktionsstandort der deutschen Kameraindustrie in Dresden.
Viel Erfolg bei der Restaurierung
Peter Müller