Abgeschickt von Carsten am 04 Juni, 2003 um 19:32:22
Antwort auf: Verchiedene CZJ Sonnar 4/300 Ausführungen? von Hans Kloss am 30 Mai, 2003 um 19:43:21:
Hallo Hans,
Etliche.
Grundsaetzlich gab es da drei Bauformen.
1) Olympia-Sonnar
Hier kenne ich mich nicht so gut aus - war ja fuer KB. Es gab verschiedene Rechnungen und einen M42-Anschluss, der mit allen Objektiven harmonierte - der Objektivkopf hatte einen Flektometer-Anschluss (ausser ganz fruehe Exemplare), fuer den es Sockelstuecke fuer die verschiedenen Kameras gab. Wurde bis etwa 1966 in dem Dreh gebaut. Einige Werkstaetten boten einen Adapter fuer P-six an - der beste von Huffziger. Das darf aber nicht darueber hinwegtaeuschen, dass es ein KB-Objektiv war und leicht vignettierte (bei 6x6)
2) Sonnar 4/300 (opt. Rechnung 1966 - 6 Linsen)
Bei der Rechnung bin ich mir nicht sicher, muesste ich in meinen Unterlagen mal nachschauen.
Hier gab es im wesentlichen den Zebra-Typ. Neu war die automatische Blendenkorrektur bei Nahfokussierung, die volle Mittelformatabbildung der ASB-Stift, und der Abblendhebel.
Die ersten hundert Exemplare oder so wurden mit Blendenstift fuer die Pentacon Super gefertigt - aeusserst selten. Mit einem speziellen Adapter fuer Pentacon super - ebenfalls selten - liess sich dieses Objektiv an der Super mit Blendenwertuebertragung verwenden. An der P-Six bringt das natuerlich nix. Dieser Stift ist nicht mit dem Stift fuer die automatische Springblende zu verwechseln. Auch nicht zu verwechseln mit der Blendenwertuebermittlung der spaeteren schwarzen Ausfuehrung.
Als das komplett schwarze Design eingefuehrt wurde, gab es noch einige Hundert Hybride, die noch den SC-Linsensatz der Rechnung von 1966 hatten. Der Sockel des Objektives gehoerte noch zum Zebra-Typ (trichterfoermig), alles andere war schon von der neuen Fassung. Die automatische Blendenkorrektur ging dabei verloren. Relativ selten aber nur von historischem Interesse.
3) Sonnar 4/300 MC (opt. Rechnung 1976 - 5 Linsen)
Die letzte Version in der voll schwarzen Ausfuehrung hatte dann auch den eckig abgesetzten Sockel. Die automatische Blendenkorrektur fehlte auch hier wie bei dem Hybrid. Neu war der A-M-Hebel, der den Abblendhebel ersetzte. Nun konnte man das Objektiv im Automatikmodus mit ASB, oder auch im manuellen Modus mit Arbeitsblende verwenden. Bei der neuen Rechnung ist auch gleich eine Linse entfallen - der optische Teil der Konstruktion ist etwas kuerzer als vorher. Neu war auch der Mitnehmer fuer die Blendenwertuebermittlung (nicht zu Verwechseln mit dem fruehen Mechanismus fuer Pentacon Super).
Die Objektive der letzten beiden Rechnungen, also alle, die einen Pentacon six-Anschluss haben, koennen mit dem M42-Adapter an M42-Kameras verwendet werden. Fuer die Flektometerversion gab es einen speziellen M42-Sockel.
Carsten
: Hallo P-sixer!
: Kann mich jemand aufklären, wieviele Ausführungen von dem CZJ Sonnar 300 existieren, vor allem in der Hinsicht auf Anwendung mit m42 Gewinde?
: Sind alle Sonnare mit einem optionalem m42 Anschluss verkauft worden?
: Danke im Voraus
: Hans