Abgeschickt von Chris am 15 April, 2003 um 11:04:57:
Antwort auf: Digitalkamera oder Digitalscanner? von Guido Koß am 14 April, 2003 um 22:19:08:
: Hallo,
: beschäftige mich seit längerem mit der Frage, ob sich eine (hochwertige) Digitalkamera (Olympus 5050, Nikon 5700) lohnt vor dem Hintergrund, daß ich mir jahrelang eine (vermulich deutlich hochwertigere, in jedem Fall aber teurere) analoge Kameraausrüstung zusammengearbeitet habe (KB und MF). Weiß jemand, ob Digitalscanner eine Digitalkamera ersetzen können?
Das ist nicht so leicht zu beantworten. Scans von Kleinbildvorlagen sind möglicherweise mit guten Home-Negativscannern (z.B. Nikon LS-40 aufwärts, für AFAIR momentan 800 EUR) besser als die Ergebnisse aus den von dir erwähnten Digis, jeweils handwerklich einwandfreie Arbeit beim Fotografieren und Scannen vorausgesetzt.
Bei Mittelformat sieht's etwas schwieriger aus: Wirklich gute MF-Scanner bewegen sich nach wie vor in sehr hohen Preisregionen. Unter MF-lern sind zwar die Epson-Flachbettgeräte (momentan z.B. der 2450, der ältere 1640 geht aber auch schon gut) recht beliebt - deren Ergebnisse reichen auch locker für kleinere Ausbelichtungen/Drucke, letztlich sind die aber noch lange nicht in der Lage, alles an nutzbaren Information aus dem Dia/Negativ rauszuholen. Auch der nagelneue 3200 ist davon noch weit entfernt.
Mit einer Digi-SLR (falls es einen aktuellen Body zu den von dir angesammelten KB-Objektiven gibt) würdest Du allerdings zumindest im KB-Bereich am besten bedient sein. Momentan ist m.E. die Entwicklung soweit fortgeschritten, dass man mit einer durchaus verschmerzbaren Investition Geräte bekommt, deren Ergebnisse KB-Niveau locker erreichen und teilweise sogar übertreffen (EOS 10D). Das wird mittlerweile sogar von der Fraktion der Testesoteriker nicht mehr ernsthaft bestritten.
Chris.